- 13. Dezember – Lucia-Morgen
Vor Tagesanbruch trugen Kinder Kerzen auf **weißen Kränzen**. „Warum so früh, so still?“ „Damit das Licht zuerst kommt, bevor der Tag weiß, wie dunkel er sein wollte.“ Der Weihnachtsmann steckte eine Kerze in den Schnee vor einer **vergessenen Hütte**. Drinnen bewegte sich ein Schatten. Manchmal reicht ein kleiner Schein, damit jemand **aufmacht**.
- 12. Dezember – Der Namenstag
An einem Feuer saßen Reisende. „Niemand kennt hier unsere Namen.“ Der Weihnachtsmann holte Brot, bat jeden, seinen Namen **laut** zu sagen, und wiederholte ihn mit der Stimme eines Freundes. Die Gesichter wurden **hell**. Ein Name ist ein Licht. Die Laterne glomm, als hätte sie eine Reihe Türen öffnen sehen.
- 11. Dezember – Sterne aus Birkenrinde
Kinder schnitzten Sterne aus Rinde. „Für wen?“ „Für **irgendwen**, der ihn findet“, sagte der Weihnachtsmann. Sie hängten die Sterne an Türklinken, Zaunspitzen, Laternenpfähle. Am Morgen lagen kleine Dankezettel an den gleichen Stellen. Die Laterne füllte sich mit dem leisen Klingen von **ungewissen Geschenken**.
- 10. Dezember – Die stummen Nachbarn
Zwei Nachbarn hatten seit Jahren **nicht mehr gesprochen**. Der Weihnachtsmann bat das Dorfkind, zwei Tassen Tee auf denselben Zaunpfahl zu stellen – und ging weiter. Am Abend standen die Tassen **leer** da. Später hing ein Zettel: _„Morgen wieder?“_ Manchmal braucht Versöhnung nur **einen Anfang**. Die Laterne nickte hell.
- 9. Dezember – Der Briefträger mit den alten Briefen
Ein Briefträger hütete eine Schachtel mit **unzustellbaren Wunschbriefen** aus vielen Jahren. „Ich konnte sie nie wegwerfen.“ Sie lasen sie gemeinsam. Manche Wünsche waren klein wie Knöpfe. „Lass uns zwei erfüllen“, sagte der Weihnachtsmann, „die anderen **weiterreichen**.“ Sie brachten einen selbstgestrickten Schal zu einer Tür ohne Namen und eine Einladung an jemanden, der selten eingeladen wurde. In der Laterne tanzten Lichter wie kleine Zusagen.